Samstag, 22. Januar 2011

Gefaelligkeitsartikel gefaellig?

Sie wollten auch schon immer mal einen Gefaelligkeitsartikel ueber sich und Ihr Unternehmen im lokalen Kaeseblatt lesen? Ja? Dann nix wie ab mit Ihnen in einen Wirtschafts- oder Arbeitgeberverband! Dort sind Sie von der ZGT bestens umsorgt, werden gehegt und gepflegt. Bei der ZGT, das duerfte Ihnen dann bewusst werden, sind Sie allerbestens aufgehoben, wenn es um eine unkritische Wirtschafts-Berichterstattung mit wenig Recherche aber viel Stiefellecken ueber sich und Ihren Verband geht.

Das muss sich auch Herr Spanner in seiner Funktion als
a)Vizepraesident der IHK Ostthueringen sowie
b)Heizoel- und Brennstoffhaendler gedacht haben.
Herr Spanner durfte ein ganz besonderes Interview geben.

Machen Sie es wie er:
Sie duerfen ein wenig ueber Interna aus Ihrem Wirtschaftsverband plaudern, ueber die schlechten Zeiten jammern, welche Ihrem Geschaeft nicht zutraeglich sind und dabei die Schuld bei der Regierung/Gott/Haupsache die Anderen suchen, raisonieren Sie ueber die Bildungspolitik (die dem eigene Sohn wohl nicht geschadet hat [obwohl: der ist bestimmt BWLer...]), ruecken Sie nochmals Ihre eigene Branche ins rechte Licht und geben Sie sich zum Schluss schoen verschwoererisch mit Geheimwissen (Geheimwissen ist Machtwissen!) zu Vorgaengen in Ihrem Wirtschaftsverband.
Wenn Sie der Meinung sind (und wirklich nur dann!), genuegend Grips zu haben und noch dazu bereits aus Ihrem Bergdorf herausgekommen sind, koennen Sie auch versuchen, moderne Buzzwoerter wie zum Beispiel "Fachkraeftemangel" in das Interview einzubauen. Seien Sie damit jedoch vorsichtig, wenn Sie z.B. nicht wissen, was ein Buzzwort ist. Lassen Sie dieses lieber weg, wenn Sie sich nicht sicher sind. Sollten Sie allerdings so fossil wie die Brennstoffe im Vertrieb Ihres Unternehmens sein, bleiben Sie besser auf dem gewohnten Stammtischniveau und beleidigen Sie millionen Arbeitslose und HARTZ IV-Empfaenger (am Besten mit einem Spruch wie "Wer wirklich arbeiten will, der findet Arbeit.") als faule Sozialschmarotzer. Sowas kommt beim merkbefreiten Poebel immer gut an.

Gesehen in

Kleine kämpfen immer noch allein

In wieweit diese Gefaelligkeitsstuecke fuer Sie und/oder Ihren Verband kostenpflichtig werden, besprechen Sie am besten vertraulich (schliesslich firmiert die ZGT nach aussen als "unabhaengig") mit dem jeweiligen Journalisten/Redakteur. Stoeren Sie sich nicht daran, wenn der Artikel ganz offensichtlich als ein Bestellter erkennbar ist. Die ZGT stoert sich seit langem auch schon nicht mehr daran. Die ZGT kann auch nur mit dem Material arbeiten, dass ihr zur Verfuegung steht.

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